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Erhielt ein Sonderlob: Malin Blankemeyer erzielte in Vechta neun Tore für die HSG Hude/Falkenburg. Bild: Michael Hiller |
Hude - Am Ende stand zwar eine standesgemäße und erwartbare 29:39-Niederlage. Doch wie sich seine Mannschaft dabei verkaufte, machte Andreas Szwalkiewicz richtig stolz. „Die Mädels haben bis zum Schluss um jeden Ball gekämpft. Das war insgesamt eine sehr ansprechende Leistung, darauf können wir aufbauen“, sagte der Trainer der Regionalliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg nach dem Auswärtsspiel beim neuen Tabellenführer SFN Vechta. Die erste Halbzeit konnten die Gäste am Freitagabend sogar für sich verbuchen (19:18) – nur ein Indiz für den starken Auftritt der HSG.
„Das war Weltklasse“, geriet Szwalkiewicz angesichts der Anfangsphase ins Schwärmen. Dabei trotzten die Huderinnen, denen nur neun Feldspielerinnen zur Verfügung standen, sämtlichen Widrigkeiten. Drei Zeitstrafen inklusive doppelter, kurzzeitig sogar dreifacher Unterzahl in den ersten fünf Minuten demoralisierten die Gäste nicht. „Wobei das Verhältnis der Zeitstrafen und Siebenmeter echt nicht passte, darüber habe ich nach dem Spiel mit den Schiedsrichtern auch noch einmal konstruktiv gesprochen“, merkte der HSG-Trainer an. 10:3 für Vechta lautete das Verhältnis bei den Siebenmetern, 6:2 hingegen bei den Zeitstrafen für Hude. „Entscheidend war das am Ende aber nicht“, ergänzte Szwalkiewicz. Denn die Gäste spielten trotzdem extrem stark auf. „Vechta hat aufs Tempo gedrückt, während wir versucht haben, die Angriffe lange auszuspielen“, sagte der HSG-Coach. Im linken Rückraum vertrat Malin Blankemeyer die verletzte Lisa-Marie Hillmer bravourös. „Sie ist richtig durch die Decke gegangen und hat sich ein Sonderlob verdient“, hob Szwalkiewicz die neunfache Torschützin hervor.
Beim 5:8 (9. Minute) geriet Hude/Falkenburg zwar kurzzeitig mit drei Toren ins Hintertreffen, kämpfte sich aber wieder heran. Charlotte Sommer, die später umknickte und nur noch sporadisch im zweiten Abschnitt mitwirken konnte, Jasmin Jarocki und Johanne Hobbensiefken sorgten mit ihren Toren für den 13:13-Ausgleich (24.). Anschließend legte Vechta immer einen Treffer vor, die HSG glich aus und kam schließlich durch einen Doppelpack von Blankemeyer in der letzten Minute der ersten Halbzeit zur knappen 19:18-Pausenführung.
Telegramm
HSG: Rump, Büchert – Blankemeyer (9), Nölker (4), Koch, Steinhoff (6/2), Winter, Jarocki (1), Hobbensiefken (6), Sommer (3), Lüdersen
Siebenmeter: SFN 10/10, HSG 3/2
Zeitstrafen: SFN 2, HSG 6 (Rote Karte gegen Jasmin Jarocki wegen Foulspiels/37.)
Quelle: nwzonline.de